Hilfe für Japan – von Open Home Project bis Spende: Welche Hilfe kommt an?

Letztes Jahr war ich zum ersten Mal in Japan. Ich bin nicht gerade der Vielflieger vor dem Herren und war sehr gespannt auf den Kulturschock, nahm mir aber vor, dem Ganzen möglichst unvorbereitet zu begegnen.
Ich hatte also kein Wissen und keine Vorurteile mitgebracht und war – geschockt. Positiv!
Kein einziger Mensch ist unfreundlich gewesen, und ist man den Leuten trotz Sprachbarriere mit einem echten Lächeln begegnet, öffnete sich hinter der höflichen Fassade noch eine weitere Tür.
Deshalb weine ich heute immer gleich los, wenn ich an Japan denke.

Das hilft keinem…

Durch die neuen Medien kann man sich sehr gut informieren und schauen, ob man vielleicht helfen kann. Durch die Atomkatastrophe und der radioaktiven Strahlung sind viele Menschen für Jahrhunderte heimatlos geworden, durch den Tsunami sind sogar noch mehr Opfer zu beklagen. Und diese brauchen Hilfe – auch wenn der japanische Staat sich schwer tut, danach zu fragen.

Ob Benefiz- – Konzerte in Bayern, Spenden an Organisationen, die über bestehende Kontakte zu japanischen Partnerorganisationen verfügen (hier eine Liste als .pdf) – man kann einiges mehr mit Geld bewirken.

Die japanische Botschaft in Deutschland hat ebenfalls einige Informationen zusammengestellt und bedankt sich für die Unterstützung.

Es gibt auch das Open Home Project, das eine Unterkunft für Japaner organisiert, die auf eigene Kosten anreisen. Finde ich gut, finde ich aber auch schwierig – Unterkunft ist nicht alles. Die Menschen müssen integriert werden und sie müssen auch von etwas leben. Darüber steht leider nichts auf der Homepage. Auch wenn die Lebenskosten in Deutschland im Vergleich mit Japan gering sind, müssen die Leute dennoch vermutlich von ihren Ersparnissen leben, falls sie überhaupt welche haben. Und sich sehr stark umstellen – sei es denn nur, dass sie sich an das europäische Essen (zum Teil) gewöhnen müssten. Emigrant auf Zeit? Keine schöne Sache.

Es heisst, die Japaner seien zu stolz, um sich helfen zu lassen. Das mag tatsächlich eine kulturelle Egenheit sein; man ist verwundert wenn Leute im Fernsehinterview mit lächelden Gesicht ganz höflich sagen: “Wir haben Angst”. Wenn es jedoch um unmittelbare Gefährdung von Leib und Seele geht, wird man Hilfe annehmen.

Deshlab meinen wir, Hilfe nicht “anbieten” – sondern aktiv tun!

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2 Kommentare
  1. Margret sagt:

    Daher spende ich für jeden Kauf bei mir im Geschäft € 5,– an Caritas <International (initiiert durch fifty-fifty). Den passenden Button gibts beim Kauf gratis dazu.

    http://www.facebook.com/pages/Yavana-D%C3%BCsseldorf-Bilk/194264293941525

  2. Frl. Emma sagt:

    Das finden wir sehr schön!!!! Wir engagieren uns auch über unsere Produkte an sozialen Einrichtungen. Über die Propheten, Komodo und iheart spenden wir Einnahmen an Charity Organisationen. Uns ist es wichtig, dass wir Marken unterstützen, die sozial engagiert sind. Wir freuen uns schon auf unseren Besuch bei Dir im Lädchen in Düsseldorf. Viel Erfolg wünschen wir Dir weiterhin.

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