Espadrilles | Öko-Slipper mit langer Tradition

“Pantoletten mit mediterranem Flair”, so könnte man den Look der Traditionstreter mit dem Namen Espadrilles umschreiben.

Die bequemen Slipper waren zuletzt in den 80er-Jahren en vogue und brauchten einige Zeit, um wieder in Mode zu kommen. Inzwischen ist es so weit. Das Problem: Modelle aus der Massenproduktion überlagern jene, die noch immer im traditionellen Herstellungsverfahren produziert werden – womit die Textilindustrie den Zweck, einen ökologisch wertvollen Fashion-Schuh auf dem Markt zu etablieren, verfehlt.

Öko-Wahrheit oder Billig-Lüge?

Obgleich der Hype um grüne Mode als positive Entwicklung im Verhalten der Konsumgesellschaft zu deuten ist, sollte man Vorsicht walten lassen. Denn häufig vertreiben Billigproduzenten ihre Produkte geschickt unter dem Bio-Deckmantel. Hier gilt es, auf seriöse Online-Anbieter oder Geschäfte zu achten, die Textilien hochwertiger Öko-Marken in ihrem Sortiment verzeichnen. Auf den Zug gesprungen ist unter anderem auch Frontline: Der Online-Shop setzt auf grüne Mode mit Trendfaktor, zu der auch eine Reihe ausgewählter Espadrilles gehören, die im alten Herstellungsverfahren mit natürlichen Materialien produziert werden.

Ursprung und Erfolgsgeschichte der Espadrilles

Erstmals wurde die Herstellung des Slippers im 14. Jahrhundert verzeichnet. Der Name ist auf das damalig verwendete Material, dem Espartogras, zurückzuführen, das als Steppengras vor allem im Süden Frankreichs und Spaniens wuchs und so lange gedreht wurde, bis dicke, schneckenartige Halme entstanden. Diese band man dann zusammen, bis eine adäquate Sohle entstand. In den 50er- und 60er-Jahren wurde der Traditionsslipper dann zum Must-have: und sogar Kennedy zählten zu den Kunden. Als Yves Saint Laurent in den 1970ern den Slipper nach einer gelungenen Laufstegpräsentation dann endgültig straßentauglich machte, entwickelte sich ein Hype um den unkonventionellen Schuh – und damit auch der Beginn der Massenherstellung in Billiglohnländern.

Zurück zu den Wurzeln

Diesem Wandel wirken einige Designer im Rahmen der Etablierung veganer Fairtrade-Mode in der Fashion-Branche entgegen. Und so werden viele Espadrilles wie etwa von Lika Mimika oder Espadrij l’original nach alten Herstellungsverfahren in den Traditionsfabriken Kataloniens oder inmitten der Pyrenäen produziert. Die Materialien: Baumwolle in Form von festem Canvas oder Leinen für den Schaft und Pflanzenrohstoff wie Flachs oder Hanf für die klassische Sohle. Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass selbst die Färbemittel für das Design rein pflanzlich sind. Das Erfolgsrezept: Um die Slipper modisch aufzufrischen, werden die Modelle aktuellen Trends angepasst: Plateau, Batik-Muster und Animal-Print sind inzwischen keine Seltenheit mehr.

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