Natura 2000 – zum Schutz von Wald und Tier in der europäischen Heimat

Wie bereits angekündigt wollen auch wir unseren Beitrag zum „internationalen Jahr der Wälder 2011“ leisten, indem wir über über spannende Projekte berichten. Denn neben der Mode ist jedes unserer Frolleins ebenso auch ein Naturkind mit viel Liebe zu Bienchen, Blumen und Bäumen. Wir alle sind darauf bedacht unsere Umwelt so zu schonen, dass auch unsere nachfolgenden Emmas und Pauls sie genauso erleben können wie wir selbst. So plaudern wir gerne über vergangene Tage und denken zurück unsere Kindheit, in der wir unbedenklich über Stock und Stein geklettert sind, Weinbergschnecken gesammelt und Geheimverstecke gebaut haben. Natürlich können wir nicht nur in der Vergangenheit schwelgen und die bereits vorhandene Schäden der Gegenwart rückgängig machen. Aber wir können unseren Beitrag leisten und achtsam sein.

Dann lassen sich auch so einzigartige Wälder entdecken, wie der Hainsimsen-Buchenwald in Solingen, dem wir auf einer Wanderung in der Heimat von Frollein Leni begegnet sind. Direkt an den Wupperweg angrenzend, liegt der Buchenwald am Rande des Solinger Stadtwaldes. Auf den ersten Blick würde man meinen es handele sich um einen „einfachen“ Wald, doch ein Hinweisschild klärt auf: Der Hainsimsen-Buchenwald gehört zu einem der insgesamt 518 FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat) in NRW, in denen Tiere und Pflanzen ganz besonders geschützt werden um die biologische Vielfalt  aufrecht zu erhalten. Europaweit werden alle FFH-Gebiete dem Natura 2000 Netzwerk zugeordnet, die insgesamt schon etwa 18 % der Landfläche der Europäischen Union ausmachen. Immerhin, aber noch nicht genug. Alleine in NRW müsste der natürliche Anteil der Buchen bei 60 % liegen. Tatsächlich liegt er aber nur bei 4,3 %. Um die Schutzgebiete zu pflegen, wird die Forstwirtschaft auf natürliche Art betrieben und verzichtet daher auf chemische Düngung und Kahlschlag. Außerdem wird bei der Aufforstung darauf geachtet, dass vorrangig heimische Arten aufgezogen und Tothölzer von Uraltbäumen kultiviert werden. Diese Maßnahmen fördern die natürliche Entfaltung des Buchenwaldes und die Vielfalt der natürlichen Arten. Alleine die eindeutigen Zahlen liefern genug Grund für dieses Schutzprojekt sowie die Tatsache, dass wir mit Sicherheit unseren Enkeln lieber eine Buche in der Natur als in der Baumschule zeigen wollen…

In dem wir mit offenen Augen durch unsere Umwelt laufen, Besonderheiten entdecken und Anderen darüber berichten, können wir schon etwas bewegen. Wir von den Frolleins wollen auf bedrohte Wälder aufmerksam machen und zeigen, dass diese genauso direkt vor unserer eigenen Haustür liegen können. Um so mehr sollten wir sie schützen und genießen. Und das kann nicht schöner sein, als darin spazieren zu gehen. Wenn ihr Lust habt den Hainsimsen-Buchenwald in Solingen (NRW) selber zu entdecken, dann können wir Euch nur empfehlen diesen Part auf dem Wupperweg zu wandern. Zusammengefasst ist die Tour in Wort, Bild und Karte in dem zauberhaften Reiseblog „Landlinien“.

Aber vielleicht habt ihr auch bei Euch in der Region schon selber einmal solche Schutzgebiete entdeckt? Gibt es bestimmte Wälder bei Euch in der Nähe, in denen ihr am Liebsten wandert? Was ist Euer Tipp für uns?

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