Strom kommt nicht aus der Steckdose

Vorbei sind die Zeiten, als man noch naiv und ungestraft sagen konnte „Strom? Kommt aus der Steckdose!“.

Wir wissen mittlerweile alle, was es mit der Laufzeit der AKWs auf sich hat, dass regenerative Energien wie Biogasanlagen sich endlich durchsetzen, und machen am Abend oder wenn wir herausgehen das Licht brav aus. Und die letzten Lichtquellen, die wir angeschafft haben, waren Energiesparlampen.

Gut. Machen wir weiter so – aber reicht das aus?

Kleine Diskussion im Büro neulich – der Kollege ging raus und ließ alles an. Gleich zwei Rechner und ein Laptop, und den Drucker sowieso. Er sagte, er sei nur kurz weg gewesen. Stimmt, 40 Minuten für eine schnelle Mittagspause, die dann doch länger dauerte. Also rechnete ich ihm vor, wie viel Strom zwei Monitore, zwei Desktop-Rechner und ein Drucker verbraucht. Das geht übrigens ganz einfach – der Hersteller gibt diese Werte nämlich selbst an. Gemessen wird dabei die Leistungsaufnahme (umgangssprachlich: Stromverbrauch) des Gerätes in einer Stunde. Laptops verbrauchen recht wenig, aber so ein Rechnerbolide – mein Kollege wurde ganz verschämt. Ja, da lief mal eben mehr als ein halber Kilowatt aus der „Steckdose“ in seiner Abwesenheit heraus!

Das Licht hingegen hatte er ausgemacht. Moment… Es ist ja in der Tat so, dass wir Licht „sehen“ und gelernt haben, Licht auszuschalten. Was ist jedoch mit den technischen Geräten? Diese verbrauchen übrigens beim Ein- oder Ausschalten keinen zusätzlich Strom, also lohnt es sich bei jeder längeren Abwesenheit alles auszumachen. Neben einer längeren Laufzeit der Geräte spart es Strom, verursacht weniger Elektrosmog und…

…lässt einen mit gutem Gewissen seine komplette Mittagspause machen. Statt mal eben schnellschnell.

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