Schrebern 3.0 – ein Trend sorgt für mehr Lebensqualität

Der Frühling steht vor der Tür. Nicht so ganz – aber fast. Mit ihm geht dann auch schon bald das Urban Gardening in die nächste Runde. Ein Trend, der mehr und mehr unsere Innenstädte verschönert und uns zum Selbstversorger werden lässt.

Während die einen den Wochenmarkt erobern, ackern die anderen auf ihren eigenen Beeten ihr eigen gesätes Grünzeug. Wie schön das wohl sein muss, seinen eigenen Kopfsalat zu ernten. Oder seine eigene Gurke! Ich kam bisher leider nie in den Genuss. Mein größter Erfolg sind meine Tomaten. Jedes Jahr züchte ich sie liebevoll auf meinem Balkon und meistens vernasche ich sie auch direkt vor Ort.

Apropos Naschen. In Hamburg wurde im Oktober vergangenen Jahres der Naschgarten gezaubert. Und schon bald können dort viele Naschkatzen Pflaumen, Holunder, Sanddorn und Heidelbeeren ernten. Er erstand in einer Kooperation mit weeyoo, der Transition Town HH Initiative, AMA e.V. und vielen anderen.

Der Trend zu mehr Lebensqualität für jedermann findet seinen Ursprung, sofern ich richtig recherchiert habe, in US-amerikanischen

Großstädten wie New York, Chicago oder Detroit. Hier war das Ziel, nicht die Städte zu verschönern, sondern mit regionalem Anbau von Obst und Gemüse Hunger in Armenvierteln zu bekämpfen und Großstadtkinder an das Ernährungs- und Ökologiebewusstsein heran zu führen.

Mehr und mehr schwappt dieser Trend nun auch zu uns rüber. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, wenn es um das “Vergrünen” unserer Städte und um unsere Selbstständigkeit geht. Mittlerweile gibt es unzählige Seiten und Aktionen, wo man sich informieren und tatkräftig mitmachen kann.

Zum Beispiel mitten auf den Weiten eines Garagendachs zwischen der St. Pauli-Druckerei und dem Gruenspan Club, zwischen all den Häusern, Discotheken, Musikclubs und Stripteasbars entstand vor über einem Jahr das Gartendeck. Ein temporärer, urbaner Garten in der Großen Freiheit 62-68. Initiiert vom Internationalen Sommerfestival Hamburg in Kooperation mit und beraten von normadischgrün/Prinzessinnengarten Berlin.

Oder die Urban Gardener auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Ein Meer von Hochbeeten!! Eindrucksvolle Bilder findet man hier (www.das-wilde-gartenblog.de)

Aber auch die Austauschplattform für städtische Hobby-Gärtner  www.urbanacker.net bietet Interessenten lauter Informationen und Gleichgesinnte rund um das “urbane Landwirtschaften”.

Und wer Lust auf einen eigenen Gemüsegarten bekommen hat, kann auch direkt an einer Infoveranstaltung teilnehmen und die Gemüsegärten sowie die landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort kennen lernen und sein eigenes kleines Gemüsebeet anmieten. www.meine-ernte.de bietet eine tolle Auswahl an Möglichkeiten in unterschiedlichsten Städten. Zu finden unter der Kategorie “Infoveranstaltungen“.

Wir sind auf jeden Fall auf den Geschmack gekommen und werden uns erst einmal wieder intensiver mit unserem Balkon auseinander setzen. Wie heißt es doch so schön? “Jeder fängt mal klein an und auch auf kleinem Raum lassen sich viele Kräuter- und Gemüsepflanzen züchten.

Weitere Tipp’s:

Buchtipp: Urban Gardning von Christa Müller
Ein weiterer sehr interessanter Artikel inkl. Video evidero.de.

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