Urban-Gardening | frisches Gemüse in der Stadt

Bild: © Martin Poole/Digital Vision/Thinkstock

Darf es ein wenig grüner sein?

Wer kennt sie nicht, die vielen Innenhöfe, Terrassen und Balkone in den Stadtgebieten, die ungenutzt und grau statt lebendig und grün sind?

Doch das Urban Gardening, auch City Farming genannt, ist eine wachsende Bewegung, was unsere Städte bunter macht. Dabei werden Gemüse und Kräuter zur Selbstversorgung mitten in den Großstädten angebaut.

Biologische Vielfalt – Trend mit Mehrwert

Ein auf dem Balkon oder im Innenhof gestalteter Gemüsegarten dient nicht nur der Selbstverpflegung, er dient auch dem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Er dient der Entschleunigung und bietet die Begegnung mit den Nachbarn.

Bei einer gemeinsamen Gartengestaltung wird eine Bereicherung für die städtische Biodiversität geschaffen. Das Miteinander im Anbau von Obst und Gemüse schärft das Verständnis für landwirtschaftliche Erzeugnisse und ist gleichzeitig ein Beitrag eines jeden Einzelnen von uns zum Klimaschutz.

Doch leider besitzt nicht jeder einen Innenhof oder einen Balkon zum Gärtnern. Für uns war das sogar ein Grund, uns nach einem neuen Zuhause umzusehen. Denn der Wunsch nach gärtnern war groß und wir sind glücklich, die passenden Wände für uns gefunden zu haben. Wer sich von unserem Bericht auch angesprochen fühlt und eine neue Bleibe sucht, findet eine Vielzahl neuer Wohnungen bei Immowelt.

Aber es gibt noch mehr Gründe.

Die Verstädterung nimmt weltweit zu

Im Jahr 1950 lebte nur 30 % der Weltbevölkerung in Städten – 2008 waren es schon 50 %. Prognosen sagten voraus, dass der Anteil im Jahre 2010 bei 60 % liegen wird! Der Weltagrarbericht 2010, der von 500 Wissenschaftlern im Auftrag der Weltbank und der Vereinten Nationen verfasst wurde, berichtete davon, dass aufgrund des ungemeinen Ressourcenverbrauchs auf Dauer die gesamte Menschheit nicht mehr durch die industrielle Landwirtschaft ernährt werden kann. Daher wird empfohlen, wieder kleinbäuerliche Strukturen zu fördern.

Die Wurzeln des urbanen Gärtnerns

Gärten waren schon immer nicht nur ausschließlich eine Agrar-Produktionsfläche, sondern dienten vor allem als Erholungsraum. Abhängig von den jeweiligen Kulturen gab es eine große Bandbreite zwischen den aus Viehweiden hervorgegangenen englischen Landschaftsgärten und den französischen Barockgärten. Waren diese ausschließlich der Elite vorbehalten, unterhielt die gewöhnliche Bevölkerung kleinere Bauerngärten, die zum Anbau von Zierpflanzen und Blumen, aber auch zur Versorgung mit Gemüse, Beeren und Kräutern aus dem eigenen Garten dienten.

Im Zuge der Industrialisierung war schon immer die Arbeiterschaft darum bemüht, sich die Versorgung der Familien durch das Nutzen von urbanen Brachflächen durch Kleingärten zu sichern. Inzwischen sind urbane Nachbarschaftsgärten weltweit verbreitet.

Der frische Geschmack von Obst und Gemüse mit standortverträglichen Sorten vor der eigenen Haustür sorgt für vollkommen neue Erfahrungen der Städter. Dies erlaubt auch, das Saatgut selber zu produzieren.

Gemeinschaftliches Gärtnern schafft eben eine biologische Vielfalt – und das mitten in der Stadt!

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