Ein Hoch auf “besondere Marken”

Definitions-sache.de wurde aus der Idee heraus gegründet, Bekannte, Freunde und Familie sowie deren Bekannte, Freunde und Familie für kleine “besondere Marken” zu begeistern. Da ich aus einer sehr großen Familie stamme liegt es nahe, dass ich meinen ersten Versuch im eigenen Kreise startete. 

Als ich vor 4 Jahren mit der Planung und Recherche begann, schenkte mir meine Familie zwar schon ein offenes Ohr, aber ganz begeistert waren sie noch nicht. Offen, aber eher zögernd. Sie hatten Angst um mich und wünschten sich, dass ich wieder meinen alten Job bei der großen Modefirma aufnehme, wo ich vorher als Managerin tätig war. 

Klar, dass es für mich kein Zurück mehr gab. Wer sich einmal mit den kleinen “besonderen Marken” auseinander gesetzt hat und die Designer, ihr Team sowie die Art, wie sie produzieren, kennen lernen durfte; wer einmal die Materialien, die sie verwenden, in die Hand nehmen durfte und weiß, wie viel Liebe im Detail in all dem steckt und welche Philosophie sie leben, der mag nicht zurück in ein großes Modeunternehmen gehen, dessen Leitspruch mehr eine Marketingstrategie ist, als die Lebenseinstellung. 

Meine Familie wurde aufmerksamer. Vielleicht aus reiner Neugierde, vielleicht auch nur, weil ich so konsequent war und mich von meinem Weg nicht abhalten lies. 

Am Wochenende konnte ich dann meinen Versuch starten, meine Familie noch mehr von den Marken zu begeistern. Der Anlass war perfekt. Mein Cousin wurde konfirmiert und wir waren mal wieder alle zusammen. Fokussiert hatte ich mich natürlich erst einmal nur auf meine Tanten, Cousinen und meine Mutter. Die Herren in meiner Familie waren – um ehrlich zu sein – relativ schnell offen dafür. Vielleicht, weil der Großteil Handwerker sind und sie sich weniger aus Mode machen? 

Ich fing bei meiner Mutter an, einem absoluten Esprit-Fan. Ich wußte, dass sie noch keine Ahnung hatte, was sie am Sonntag auf die Konfirmationsfeier anziehen sollte. Wie Frauen so sind, machen sie sich mehr Gedanken, als es nötig ist. Wir saßen gemeinsam vor ihrem Kleiderschrank und guckten, was sie anziehen könnte. “Es wird ja soo warm und ausserdem findet die Feier im Garten statt.”  war dann ihre verzweifelte Aussage. 

Ich lächelte, weil ich schon das Richtige für sie dabei hatte. Ich hatte nämlich eine kleine Auswahl an Produkten in meinem Kofferaum. Ich dachte mir, wenn nicht, dann nicht. Wenn doch – umso besser. 

Sie war also ein leichtes Opfer. 

Ich ging runter zum Auto und holte die Sachen raus. Ein wenig unwohl war mir schon zumute. Sie ist ein großer Esprit-Fan, wie gesagt, und bisher der größte Kritiker was meine Gründung angeht. Ich überreichte ihr ein paar Sachen und bat sie, sie einfach mal anzuziehen. Wenn es ihr nicht gefällt, ist es gar nicht schlimm. 

Das Resultat hat selbst mich überrascht. Strahlend übers ganze Gesicht stand sie vor mir. Meine Mutter trug die Leinenhose und die Cashmere-Strickjacke von Komodo. Unter der Strickjacke zog sie das Tank Top von iheart an und dazu kombinierte sie ein paar Riemchensandalen. Sie sah wirklich umwerfend aus! 

Lederarmband mit Peace-Zeichen von Giulu

Da Muttertag war, hatte ich natürlich noch eine kleine Überraschung für sie und schenkte ihr, passend zu ihrem Outfit, das Armband von der Hamburger Marke “Giulu”. Zart, unauffällig und absolut liebreizend. Genau das richtige für sie. 

Sie strahlte und in ihren Augen standen Tränen. Noch den halben Abend lang hat sie sich bei mir bedankt. 

Am Tag der Konfirmation trug sie dann voller Stolz die Sachen aus unserem Shop. Wenn eine meiner Cousinen oder Tanten sie auf ihr Outfit ansprach sagte sie mit geschwollener Brust ”Das ist von meiner Tochter”! ich schmolz dahin und begeistern musste ich jetzt auch keinen mehr. 

Meiner Meinung nach kann jeder ein Fan von Esprit, Tom Tailor & Co. bleiben, wenn wir ihn/sie nur ein klitzekleines bisschen für “besondere Marken” begeistern können, ist es doch schon ein großer Erfolg! 

Heute Morgen bekam ich dann gleich einen Anruf von ihr. Da wir gestern früh weg mussten, wir hatten ja noch die ganze Fahrt zurück nach Düsseldorf vor uns, bekam ich natürlich nicht all zu viel mit. Sie erzählte mir in absoluter Plauderlaune, wie meine Tanten und Cousinen sie auf ihre neuen Sachen angesprochen haben und das sie allen die Geschichte von Joe Komodo und iheart erzählen konnte. Natürlich auch, dass es sich um Bio-Qualitäten handelt. 

Das Resultat: Wir haben 4 neue Bestellungen erhalten.

Das ist doch schon einmal ein Anfang und ein ganz persönlicher Sieg für mich.

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2 Kommentare
  1. Daniela sagt:

    Ganz rührend… ich freu mich mit Dir und dem Erfolg! Das Lob aus der eigenen Familie ist und bleibt immer noch das wertvollste. :-)

  2. Frl_Emma sagt:

    Lieben Dank**ich strahle auch immer noch, wenn ich es lese. Eigentlich mehr eine Kolumne, als ein Blogbeitrag :) es ist tatsächlich so. Nur, wenn Freunde, Familie oder Bekannte Dich in Deinem Vorhaben auch unterstützen, schaffst Du Dein Ziel. Dafür wird es einem einfach zu schwer gemacht. Man benötigt Energie – positive Energie – und die schöpfst Du auch dadurch, dass Du Dich einfach nicht alleine fühlst. Motivation ist der Motor, der uns alle antreibt :)

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