Advent, Advent* unsere Lieblings-Weihnachtsgedichte

Am Freitag starteten wir eine kleine Adventskalender-Verlosung unter dem Motto “Euer Lieblings-Weihnachtsgedicht”, exklusiv für unsere Facebook-Freunde 

Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme und waren fast ein bisschen beschämt, dass wir nur 2x Adventskalender verlost haben. Aber wir starten ja immer wieder eine Verlosung und irgendwann ist jeder mal dran :)  

Wir haben uns für folgende Weihnachtsgedichte entschieden:

Gewinnerin Dani aus Düsseldorf schickte uns folgendes Gedicht:
Erich Kästner (1899 – 1974), Weihnachtslied, chemisch gereinigt (1928)
(Melodie: “Morgen, Kinder, wird’s was geben!”)

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!
(Quelle: Kästner für Erwachsene, Zürich 1966 S.35) 

und Gewinnerin Ina aus Bremen schickte uns dieses hier:
Vom Christkind 

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee, mit rotgefrorenem Näschen. 

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer, schleppte und polterte hinter ihm her. 

Was drin war, möchtet ihr wissen? 

Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen.

Wir sagen “Herzlichen Glückwunsch” & vielen Dank für die schönen Kindheitserinnerungen*

 

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