Designer setzen auf Öko-Couture – Luxus Mode im Greenshowroom

Manche von Euch haben bereits durch meinem Beitrag ”GREENshowroom – Luxus geniessen mit gutem Gewissen” erfahren, dass ich meinen letzten Berlinaufenthalt im Zuge der  Mercedes Benz Fashion Week  ganz besonders dem GREENshowroom gewidmet habe. Mit gemischten Gefühlen akkreditierte ich mich als Besucher auf der Homepage vom GREENshowroom. So sorgte der Name der Location “Hotel Adlon Kempinski Berlin” doch ein wenig für Ehrfurcht bei mir. Öko im Adlon?? …hmmm…. Tatsächlich war ich total begeistert und ziehe meinen imaginären Hut vor Magdalena Schaffrin und Jana Keller die 2009 den GREENshowroom ins Leben riefen. Das Konzept ist absolut rund und der Gedanke dahinter nachvollziehbar. Beide Gründerinnen sind Designerinnen, die mit ihrer High-End Kollektion (Magdalena Schaffrin und Royal Blush) auf der Suche nach einer geeigneten Präsentationsform waren. Keine der bestehenden Messen wurde ihren Ansprüchen an Style, Qualität und Nachhaltigkeit gerecht. Mit den Eco-Messen teilte man zwar die Vision, die aufwändige Kollektion passte jedoch, zwischen Baumwollbeutel und Filz-Accessoires, nicht so richtig ins Bild. Vom Preis her abgesehen. Im konventionellen High-End Bereich wiederum stimmte zwar der modische Aspekt, jedoch fehlte das Verständnis für den hohen Aufwand, der durch nachhaltige Materialien und politisch korrekte Fertigung der Produkte entsteht. Es musste also eine neue Plattform her – der GREENshowroom war geboren! Die Selektion von internationalen Brands aus der Mode, dem Accessoire- und Beautybereich erfolgte zuerst durch das Design in Kombination mit einem ethischen Brandkonzept. Das Design muss attraktiv, das ethische Konzept glaubwürdig sein. „Ein Label muss größtenteils ökologisch nachhaltig arbeiten. Unsere Aussteller haben verschiedene Arten und Weisen unseren Ansprüchen gerecht zu werden – manche konzentrieren sich auf den Einsatz von Bio- Materialien, manche auf Recycling oder/und auf Fair-Trade. Die Vielfalt zu zeigen ist uns wichtig, genauso wie in der Natur die Artenvielfalt vorherrscht.“ so die beiden Gründerinnen. Die Entscheidung fíel auf Designerlabels wie the rooters, Kaska Hass, Asandri, Schmidttakahashi und vielen weiteren sehr sehenswerten Brands, die nicht nur tolle Produkte anbieten, sondern die auch eine schöne echte Story bieten (dazu später mehr). Ziel von Magdalena und Jana war auch, den Begriff „Luxus“ neu zu definieren. Luxus wird hier nicht einfach mit grenzenlosem Konsum gleichgesetzt. Stattdessen bedeutet Luxus wahre Güte, den langsamen Konsum von hochwertigen Produkten und die Zeit zu haben, diese zu genießen. Um diesem Grundsatz bestmöglich zu folgen, wurde das Adlon aufgrund seiner gemütlich-entspannten Atmosphäre zur idealen Präsentationsplattform. Dabei wurde das Adlon aber nicht einfach ausgesucht, weil das Ambiente so nett ist. Das Nutzen von bereits vorhandenen Räumlichkeiten und Möbeln, hat auch was mit Nachhaltigkeit zu tun. „Je angenehmer die Atmosphäre, desto mehr profitieren alle Beteiligten vom Event“, sagen Jana Keller und Magdalena Schaffrin. Abgerundet wurde die schöne Messe durch den Greenshop, der für jeden zugänglich war, sowie durch eine kleine feine Modenschau, bei der sich die Marken noch einmal von ihrer schönsten Seite zeigen konnten.  Die luxeriösen Räumlichkeiten vom Hotel Adlon wurden also zum Laufsteg der Öko-Couture Szene. Sämtliche Fotografen reihten sich am Ende des Laufwegs äh -stegs auf, um die schönsten Bilder einzufangen und sämtliche Blogger, Journalisten und Einkäufer warteten gespannt auf die Models – ich war so frei und habe mir mal ein Foto von den Fotografen gegönnt, bis ich mich auf die Models gestürzt habe.  Weitere Bilder vom Greenshowroom, Greenshop und der Modenschau findest Du auf unserer Facebook-Seite definitions-sache. Mein Fazit: Überraschend anders als die bekannten Öko-Messen. Sehr gehoben, aber nicht abgehoben. Öko-Couture von seiner schönsten Seite. Tolles Ambiente, gute Auswahl an Marken und die Ruhe ordentliche und entspannte Gespräche zu führen. Definitiv ein Besuch wert. Wer sich als Fachbesucher registrieren kann und noch nicht da war, sollte für seinen nächsten Berlinaufenthalt zur Fashionweek den GREENshowroom mit einplanen. Wer sich leider nicht als Fachbesucher registrieren kann, hat dafür die Möglichkeit, die aktuellen Modelle der Aussteller im Greenshop zu bestaunen und zu erwerben….und ein wenig von dem mitzuerleben, was in den Suiten gerade gezeigt wird. Ich freue mich schon auf das nächste Event im GREENShowroom.

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4 Kommentare
  1. [...] meinem Besuch im Greenshowroom lernte ich die charmante Astrid Wöhrl kennen, die gemeinsam mit ihrem Partner Hans Reichl das [...]

  2. [...] Label Kaska Hass stellt unter Beweis, dass Ökomode durchaus laufsteglauglich ist und spielt mit den Naturelementen [...]

  3. [...] den luxuriösen Suiten des Hotel Adlon Kempinski, das dem GREENshowroom zum sechsten Mal als Schauplatz diente, präsentierten 25 nationale und internationale Labels [...]

  4. [...] Wie Fräulein Emma schon über den GREENshowroom im vergangenen Jahr berichtet hat ist die Messe „überraschend anders als die bekannten Öko-Messen. Sehr gehoben, aber nicht abgehoben. Öko-Couture von seiner schönsten Seite. Tolles Ambiente, gute Auswahl an Marken und die Ruhe ordentliche und entspannte Gespräche zu führen.“ [...]

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