FA!R 2011 – so war’s für Frl. Emma

Eingang Messe FA!R 2011 Dortmund

Zum ersten Mal besuchte ich die FA!R in Dortmund, die bereits zum dritten Mal stattgefunden hat. Laut Veranstalter zählt die FA!R zu den zukunftsträchtigsten Veranstaltungen im Bereich des Fairen Handels.

Gespannt machte ich mich also auf dem Weg nach Dortmund. Dank der guten Ausschilderung war es kein Problem, die Messe auf Anhieb zu finden.

Bereits zu Beginn werde ich von vielen netten Menschen begrüßt und freue mich über die angenehme Atmosphäre, die mich umgibt. Wie jede vergleichbare Messe, wo ich bisher war, stand auch hier die Freundlichkeit ganz vorne an.

Es geht nicht um „sehen und gesehen werden“, sondern darum, mehr Menschen davon zu überzeugen, wie besonders, schön, fair und so gar nicht Öko (von der Optik) die Produkte mittlerweile sind. Zwar stimmt es, dass der Faire Handel einen Zuwachs von 28 Prozent in 2010 verbuchen konnte, im Vergleich zur konventionellen Branche ist es jedoch noch minimal.

Aber man merkt – es wird mehr! Ich lerne immer mehr neue Menschen kennen, die sich neu orientieren, einen anderen Weg einschlagen wollen oder sich bereits darin gefunden haben und sich nun auch selbstständig machen wollen um weitere davon zu überzeugen. Darunter Cathleen Zu Göthelshausen, die derzeit an der Verwirklichung von NatürlICH arbeitet. Sie wird schon bald einen schönen kleinen Laden in Mosbach in Baden eröffnen. Wir lernten uns über Facebook kennen, tauschten uns einige Male aus und verabredeten uns um gemeinsam über die Messe zu schlendern.

Was haben wir da für Euch und uns entdeckt?

Daniela von Glücksstoff

Beginnen wir mal bei
„Glücksstoff“
Daniela und Björn lernten sich vor einigen Jahren kennen und lieben und gründeten gemeinsam ihr Label „Glücksstoff“. Sie lieben die Erde. Darum verwenden die beiden auch nur ausschließlich zertifizierte Materialien aus fairem Anbau, die sogar teilweise nach ayurvedischer Tradition rein pflanzlich gefärbt und bedruckt werden. Produzieren lassen die beiden in Deutschland und haben somit alles voll unter Kontrolle.

Dann traf ich wieder die zauberhafte Noomi. Der Name ist so süß, wie die Designerin selbst.  Ich lernte sie bereits auf meiner ersten ÖkoRausch kennen. Leider habe ich es noch nicht geschafft ihr einen eigenen Beitrag zu widmen. Das hole ich hiermit nach.

Noomi (mitte) und Cathleen (links).

Was gefällt mir an Noomi/KnowMe?
Ihr Label „KnowMe“ nannte sie nach sich selbst. „Noomi – KnowMe – das klingt so ähnlich, da habe ich mich spontan dafür entschieden“ so Noomi. Schließlich lautet ihr Motto „Kleide Dich in Dir selbst“. Ihre Produkte sind für Eltern und Kinder, Singles und Großstadtnomaden – und auf jeden Fall eine Einladung zum Kennenlernen. Hätte ich es mir leisten können, hätte ich mir am liebsten direkt auf der Messe die Retro Leggings und die kuschelige Winterjacke gekauft. Aber Weihnachten steht ja quasi vor der Tür.

Dann schlenderten wir weiter und trafen einige Aussteller mit typischen Eine-Welt-Läden-Produkten, die zwar auch sehr, sehr schön sind, mich aber persönlich nur teilweise ansprachen. Ich traf einige Macher von LemonAid, tauschte meine Erfahrungen beim Abverkauf fair gehandelter und ökologischer Produkte mit Andrea von der Heydt aus Dortmund aus, die einen sehr netten kleinen Laden namens  „FairBleiben“ in Dortmund betreibt sowie mit Daniel Schmitz, der einen schönen Laden namens „Native Souls“ in Bochum führt.

handgemachte iPad Cases von germanmade

Wir lernten Christian Schmitt von livingResponsible kennen, der mir von seinen vielen Visionen erzählte (es bleibt spannend) und guckten uns die tollen iPad Cases von germanmade an, die diese für livingResponsible & Lovegreen produzierten.

Bevor ich mich auf dem Rückweg machte, guckte ich noch kurz bei Niko von recolution vorbei, den ich auf meinem Besuch auf thekey.to kennen lernte.

Niko von recolution

Recolution
ist ein junges Streetfashion-Label aus Hamburg, das 2010 von den 3 Freunden Nikolaus (Niko), Jan und Robert unter dem Motto „Viva la recolution!“ gegründet wurde. Die Herren mögen nicht nur grüne Mode, sondern auch „bunte Städte“ und verschenken mit jedem Kleidungsstück ein Tütchen Sonnenblumenkerne für buntere Innenstädte. Sehr charmant sind die Jungs übrigens auch.

Schräg gegenüber von Recolution entdeckte ich dann Preciosa.

Diese Marke hätte ich spätestens auf der FAIR FASHION’s NIGHT hier in Düsseldorf-Kaiserswerth am 30.09.2011 kennen gelernt.

Jana & ihr Vater

„Preciosa“
Zauberhaft  fällt mir dazu nur ein. Supersüße Bademäntel und Wäsche für Babys und Kleinkindern, zarte Longsleeve’s in wunderschönen pudrigen Tönen sowie passende Schals für die Mamas. Ökologisch korrekte, fair gehandelte und produzierte Lieblingsstücke für Groß & Klein. Hinter der Marke steckt die liebenswerte Jana Rese und ihr Papa. Ganz tolle Menschen mit großen Visionen. Wenn es mal bei uns soweit sein sollte, dass wir auch Kinder mit in unser Sortiment aufnehmen, dann fällt die Entscheidung ziemlich leicht.

Ein schöner Tag mit tollen neuen Bekanntschaften ging zu Ende.

 

Andrea von FairBleiben und Markus von Werkstatt Eine Welt

Mein Fazit:
Das Angebot der FA!R war vergleichbar mit dem Angebot der goodgoods. Nur waren hier ausschließlich Unternehmen vertreten, die auch in der gesamten Kette fair handeln und nicht nur fair gehandelte Produkte anbieten. Für mich persönlich schon einmal ein Pluspunkt.

Die Größe, wie es bei vielen vergleichbaren Messen „noch“ der Fall ist, war überschaubar. Ein Tag ist also vollkommen ausreichend, um alle Messeplätze zu besuchen und mit jedem Aussteller ein kleines Pläuschen zu halten. Die Modenschau war gut gemacht, der Aufbau der Messe ok und ein leckeres Angebot an Bio-Getränken und Bio-Essen vorhanden.

Die Meinung der Aussteller war generell positiv. Handelte es sich beim Aussteller ausschließlich um eine Marke, so war das Feedback sogar sehr positiv. Händler jedoch, die einen kleinen Laden besitzen und die Messe als Werbeplattform und weitere Verkaufsmöglichkeit nutzten, waren nicht ganz glücklich mit der Trennung von Fachbesuchern und Endverbrauchern und hätten sich gewünscht, dass alle Messetage offen für alle Besucher gewesen wären. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Besuchen lohnt sich!

Hier findest Du weitere Bilder.

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