Zum fünften Mal KarmaKonsum Konferenz

Zum 5. Mal fand letzte Woche in zwei aufeinander folgenden Tagen vom 9. Bis 10. Juni die KarmaKonsum Konferenz 2011 statt. Frollein Andi war bereits beim ersten Mal dabei. Frollein Emma im vergangenen Jahr. Nur Frollein Leni hatte sich bisher noch kein eigenes Bild gemacht. Dies sollte sich ändern, als sie letzten Donnerstag um 6 Uhr 10 in Düsseldorf in den ICE nach Frankfurt stieg…

Mit einer Mischung aus Müdigkeit und Neugier, betrete ich kurz nach Ankommen in Frankfurt die KarmaKonsum Räumlichkeiten in der IHK. An diesem Tag erwartet alle Besucher ein spannendes, straffes Programm. Nach der Begrüßung, die in etwa einer halben Stunde losgehen soll, folgen an dem Tag 10 sehr gut ausgewählte Vorträge. Dabei freue ich mich besonders auf Brent Schulkin, dem Gründer der CarrotMob Bewegung, Dr. Christa Müller mit dem Thema „Urban Gardening“ und Prof. Dr. Niko Paech, dem unsere Freundin Frau Shizzle bereits auf dem diesjährigen Treffen der Bündischen Akademie zum Thema „nachhaltiger Konsum“ lauschen konnte. Noch schnell stärken an dem reichhaltigen Bio-Buffet, Pfefferminztee to Go und rein ins Vergnügen. Als Brent Schulkin auf die Bühne tritt ist jegliche Müdigkeit wie weggeblasen. Mit Fotokamera und Notizheft in Folge halte ich alle spannenden Inhalte fest. In den fairen Kaffeepausen findet sich genug Zeit zu entspannen. Ob bei einer Shiatsu Massage oder einem netten Plausch mit dem ein oder anderen (un)bekannten Gesicht. Die Gespräche vertiefen sich in der vegetarischen Mittagspause. Zwischen Salat (ja, wir essen ihn bewusst) und Couscous entstehen interessante Gespräche. Nach einer Stunde geht es weiter. Die Vorträge sind durchweg spannend, wobei ich mich persönlich mehr von „Urban Gardening“ angesprochen fühle als von der Regionalwährung. Ungünstigerweise dringt um die Uhrzeit (es ist 15 Uhr) meine Müdigkeit durch, so dass ich mir etwas Frischluft verschaffe.

Die kleine Pause nutze ich um durch die Aussteller-Hallen zu schlendern. Dort lasse ich mir das Prinzip von tegut (gute Lebensmittel im Raum Fulda) erklären, probiere die neue Sorte von LemonAid und nehme noch einen Prospekt mit Papierproben von der Umweltdruckerei mit. In einem weiteren Raum im Erdgeschoss, kann man viele, tolle Proben der Aussteller und Sponsoren mitnehmen. Die mit kleinen Sprüchen bedruckten Teebeutel von Sonnentor finde ich ganz herzallerliebst! Ob „Schutzengel“ oder „Im Grünen“, eine zauberhafte Idee um sie zu verschenken. Mehrmals greife ich zu in die Schale zum naschen von Landgarten. So lecker ist die Schokolade. Jeder Raum bietet hier etwas anderes und rundet das Angebot harmonisch ab.

Als wir uns alle um 18 Uhr draußen zum YogaMob treffen, fällt mir erstmal auf, dass ich bis jetzt kein Bedürfnis hatte rauszugehen. So sehr war ich beschäftigt. Um so wohltuender ist der YogaMob. Auf dem Börsenplatz vor der IHK versammeln sich die Schüler einiger Yoga-Schulen aus Frankfurt und verteilen sich auf ihren Matten. Zusammen mit Lehrerin Kerstin Linnartz stimmen wir drei gemeinsame Oms an und füllen den Platz mit yogischer Energie. Ein Wahnsinnserlebnis!

Frei und gestärkt im Kopf, treten wir nun den finalen Part des heutigen Tages an. Dem 3. KarmaKonsum Gründer-Award. Ich bin besonders gespannt, da unter den fünf Finalisten auch die rooters sind. Mit gedrückten Däumchen und gezückter Kamera sitze ich ganz weit vorne und verfolge das Geschehen. Yogine Ursula Karven hält die Laudation und kommt recht schnell auf den Punkt: the Winner is ecosia (die grüne Suchmaschine). Für den guten Zweck ist die Freude untereinander ebenso gut. Man freut sich mit und ehrt jeden, der es soweit bis auf die Bühne geschafft hat. Im Anschluss wird der Rahmen des heutigen Tages beiseite gestellt und ein entspannter Abend mit offenen Gesprächen eingeleitet. Wie auch schon tagsüber kommt man wie von alleine mit seinem Steh- und Tischpartner ins Gespräch. Durch einen sehr lustigen Zufall auf der Damentoilette, treffe ich auf die erste Kundin von definitions-sache. Wieso weshalb warum ist eine so spannende Geschichte, die wir Euch gerne zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich erzählen möchten. Durch diese Begegnung kommen wir so tief ins Gespräch, dass wir in netter Runde den gesamten Abend an einem der Tische verbringen und über Yoga, Mode und das leckere vegetarische Essen quasseln.

Der nächste Tag beginnt wesentlich ausgeschlafener als der Tag zuvor. Auch ist das Programm heute beim GreenCamp flexibler, in dem Sinne, dass wir uns frei für drei von dreißig Workshops entscheiden können. Während die Workshopleiter auf der Bühne ihre Themen vorstellen, markiere ich parallel meine Favoriten auf meinem Zettel. Leicht verzögert geht es los um 10 Uhr 30, immer 75 Minuten pro Workshop. So viel spannende Themen, dass die Auswahl gar nicht so leicht fällt. Nummer eins für mich jedoch ganz klar: Gerd Wessling über die Transition Town Initiativen in Deutschland und seinem Aktionsort Bielefeld. Fazit: eine sehr gute Wahl! Auch der weitere Tag ist und bleibt inspirierend. Ich treffe ein paar bekannte Gesichter aus Düsseldorf und Köln wieder. Das gemeinsame Thema „Nachhaltigkeit“ und das Interesse an einem alternativen Konsum, bringt uns zusammen.

Mein Fazit: Die zwei Tage KarmaKonsum Konferenz haben mir das bestätigt, was mir die beiden Frolleins im Vorfeld schon angedeutet haben. Ich bin aufgeladen… mit neuen Ideen, neuen Menschen, neuen Idealen. Aber auch bestätigt in dem, was mich vorher schon angesteckt hat. Die Professionalität der Vorträge zeigt was es noch alles zu entdecken und wissen gibt. Die Gespräche mit den Menschen vor Ort machen Lust selber Dinge vorwärts zu treiben. Ich bin gespannt was aus dieser Erfahrung wachsen wird und welche Früchte in einem Jahr daraus entstehen.

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1 Kommentar
  1. [...] Fotos von mir zur KarmaKonsum Konferenz 2011 findet ihr hier bei flickr. Und noch ein weiterer Bericht von definitions-sache aus der Perspektive von Frollein Leni. Der Artikel gefällt [...]

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